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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
319
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Nach Verlauf von sieben oder acht Stunden hol-ten mich Herr und Frau von Briffac mit i; bis 22Reitern begleitet, ab, und führten mich nach Beau-prcau, wo i<D den Abbe von Belebat fand, der zumBesuch hingekommen war. Hier blieb ich nur eineNacht, bis der Adel sich versammelt hatte. Herr vonBriffac, der im ganzen Land beliebt war, versammeltein dieser kurzen Zeit über 220 Edelleure. Vier Mei-len weiter stieß Herr von Retz, den man in seiner Ge-gend noch mehr liebte, mit dreihundert zu ihm. Wirzogen unsre Straße fast im Angesicht von Nantes,woraus einige von des Marschalls Truppen kamen,um mit uns zu fcharmuziren. Sie wurden muthigbis an die Schranken zurückgetrieben und wir kamenglücklich und mit der größten Sicherheit nach Mache-coul, Las in dem Retzischen liegt.

Mitten in diesem äußern Glück verfolgten michinnre Kränkungen.. Frau von Briffac, die sich wah-rcnd dieses ganzen Vorfalls qls Heldin gezeigt hatte,sagte mir, als sie mir beim Abschied eine Flasche voneau imperiale reichte: Nur Ihr Unglück hatmich abgehalten, dieses Getränk zu ver-giften. Sie ließ mich die Treulosigkeit entgelten,welche Herr von Noirmoutier, wie ich Ihnen erzählthabe, in Beziehung auf sie gegen mich begangen hatte.Unmöglich kann ich den Schmerz beschreiben, den die-se Rede mir machte, und ich fühlte eS über allen Aus-druck lebhaft: daß ein fühlendes Herz gegen die Kla-gen eines Andern, dem er verpflichtet zu seyn glaubt,bis zum Uebermaas von Schwäche gerührt werdenkann.

Weit weniger rührte mich die Härte der Frau vonRetz und ihres Vaters. Sie konnten sich nicht ent-halten, mich ihre feindseligen Gesinnungen gleich nach

meiner