und Amelot kamen bald nach. Sie alle waren mehrüber die Pünktlichkeit der Bewachung erstaunt alsmit der Annehmlichkeit derselben zufrieden; so großdiese auch immer war. Ich selbst war darüber sehrin Verlegenheit, besonders als ich durch einen Cou-rier vom Abbe Charier erfuhr, daß der Pabst meineEntsagung nicht genehmigen wolle. Dies betrübtemich sehr, da des Pabstes Genehmigung meine Ent-sagung nicht rechtskräftig gemacht und mir gleichwohlmeine Freiheit gegeben hätte. Eilig fertigte ichMalclerc, den Sie kennen, nach Rom ab, und über-trug ihm einen Brief, worin ich dem Pabst über mei-nen wahren Vortheil Aufschluß gab. Noch überdiesgab ich Malclcrc eine sehr weitlausige Anweisung,worinn ich ihm alle Mittel anzeigte, die Würde LeSheiligen Stuhls mit der Annahme meiner Entsa-gung zu vereinigen.
Se Heiligkeit blieb unerbittlich; nichts konnteihn überreden. Er hielt es gegen seinen Ruhm fürallzu nachtheilig, auch nur für einen Augenblick ineine für die Kirche so beleidigende Gewaltthatigkeit zuwilligen. „Ich weiß wohl," waren seine eignen Wor-te,als der Abbe Charier nebst Malclerc mit verweintenAugen in ihn drang, — „daß meine Genehmigung„eine gewaltsam erpreßte Lossagung nicht rechtskräf-tig machen wird; aber ich weiß auch, daß es mich„entehren würde, wenn man sagen könnte, ich habe„eine im Gefängniß gegebene Dimissivn genehmigt."
Daß diese Stimmung des Pabstes mich zu ernst?hasten Betrachtungen vcranlaßce, werden Sie leichtglauben; die Stimmung des Marschalls gaben die-sen in der Folge noch mehr Gewicht. Der Mar-schall war am ganzen Hof die niedrigste Seele. DieNahrung, die er am Hof deS Kardinals RichelieuDenkrpßrdigk, XA.Bd» U ein-