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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
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Frau von la Vergne, die sich zum zweitenmalmit dem Chevalier von SeviznF verheirathet hatte,und mit ihrem Gemahl in Anjou lebte, besuchte michund brachte ihre damals noch unverheirathete Tochtermit sich, die jetzige Frau von la Fayette. Sie hatteviel Reiz und Anmuth, und überdies viel von demWesen der Frau von LesdiguiereS. Sie gefiel mirsehr, ich aber ihr, in Wahrheit, nur wenig; sey'Sdaß sie wirklich keine Neigung für mich fühlte, oderdaß das MiStrauen gegen meine Unbeständigkeit we-gen meiner mannichfaltigen LiebeShändel, welche ihreMutter und ihr Stiefvater ihr noch in Paris geflis-sentlich bekannt gemacht hatten, sie von mir entfernte.Ich tröstete mich über ihre Grausamkeit mit meinemnatürlich leichten Sinn. Auch die wirklich vollstän«dige Freiheit, welche mir der Marschall im Umgang,mc den Damen der Stadt verstattete, war mir einsehr großer Trost.

Auf der andern Seite war die Pünktlichkeit inmeiner Aufsicht der Gefälligkeit gleich. Nie ließ manmich aus dem Gesicht, als wenn ich in meinem Zim.mer war, dessen einzige Thüre Tag und Nacht vonsechs Gardisten bewacht wurde. Das Zimmer hattenur ein einziges sehr hohes Fenster, und dies giengnoch überdies in einen Hof, wo stets eine starke Be-satzung war. Meine Wache, die mich, so sft ichauögieng, begleitete, bestand aus sechs Mann, diesich auf die Terrasse eines ThurmS postirten , wo siemich beobachteten, wenn ich in einen kleinen Garten,der auf einer Art von Bollwerk angelegt war und anSWasser stieS, spazieren gieng.

Den Herrn von Brissacl fand ich, als ich auSdem Wagen stieg, in dem Schloß von Nantes, undCaumartin, Haqneville, der Abbe vom Pontcarr^

und