§ 297
„Grund bestimmt ihn blos seine augenblickliche Furcht„vor Pein Nuntius, dem Capitcl, den Geistlichen„und dem Volk dazu. Diese Furcht ist nur äugen-„blicklich, weil der Tod des Erzbischofs einen Auf-„stand bewirken kann, der aber, ohne Unterstützung,„bald in nichts zerfallen wird. Doch ich behaupte,„auch dieser wird nicht einmal Statt haben. Der„Nuntius wird drohen und nicht handeln; das^Capi-„tel wird Vorstellungen machen, die keinen Erfolg„haben werden; die Pfarrer werden Reden halten,„und sich dabei beruhigen; das Volk wird kennen„und nicht zu den Waffen greifen. Alles, dies sehe„ich ganz nahe und der Erfolg davon wird seyr», daß„Sie, nach Havre oder Brest gebracht, in den„Händen und der Willkühr Ihrer Feinde bleiben, die„nach Gefallen mit Ihnen umgehen können. Ich„weiß, daß Mazarin nicht blutdürstig ist; aber ich„ziltre, wenn ich bedenke, daß Noailles Ihnen gesagt„hat: man sey entschlossen schnell zu gehen und die„Wege einzuschlagen, welche andere Staaten schon„betreten hätten. Daß man den Entschluß gefaßt„hat, so zu reden, gerade dies erschreckt mich. Große„Seelen sagen zuweilen etwas ähnliches, um ihren„Zweck zu erreichen, und thun eS nicht; Niedrigen„kostet eS mehr Mühe, cs zu sagen als zu thun."
„Glauben Sie nun, daß das Resultat, welches„ich aus dem allem ziehe, ist, daß Sie Ihre Dimis.„sion geben müssend Keineswegs. Ich kam hieher,„um Ihnen zu sagen, daß Sie entehrt sind, wenn Sie„dies thun würden, und daß Sie bei dieser Gelegen-heit, mit Gefahr Ihres Lebens lind Ihrer Freiheit,„die große Erwartung erfüllen müssen, welche die„Welt von Ihnen hat ; was Sie sicher höher achten„als Ihr Leben. Dies ist der Augenblick, wo Sie' T 5 „mehr