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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
295
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so konnte man mich nicht im Zimmer bleiben sehen.Diese Verandrungen schien ich gar nicht zu bemerken,weil ich durch meine Freunde ihr Spiel kannte. Diesemeldeten mir, daß ich auf meiner Hut seyn und durch-aus verschlossen bleiben sollte; denn, wie sie nichtzweifeln könnten, sey nichts zuverlässiges zu erwarten,und der Hof strebe nur darnach, meine Erklärung überdie Möglichkeit meiner AmtSentsagung zu haben, umdadurch die Geistlichkeit und das Volk zu erkälten.Ich befolgte die Anweisung meiner Freunde pünkt-lich *).

Der wachhabende Gardecapitain, Herr von Noail-les, kam von Seiten des Königs zu mir und sprach ineinem Ton mit mir, der seiner Natur und edlen, sanf-ten Gemüthsart sehr fremd war. Mazarin nöthigteihn mehr im Ton eines Aga der Ianitscharen, als ei-nes Offiziers von einem christlichen König mit mir zureden. Ich bat ihn, mir eine schriftliche Antwort zu«erstatten; deren Worte ich zwar nicht mehr genauweiß, die aber eine vollkommne Verachtung gegenDrohungen und Versprechungen, und den unver-brüchlichen Entschluß, das Erzbisthum von Parisbicht aufzugeben, enthielt.

Am folgenden Morgen erhielt ich in einem Briefvon meinen Freunden Nachricht, von der Wunderwür-kung welche meine Antwort, die sie des Nachts hatten dru-cken lassen, auf die Gemüther gethan habe, nebst demWink, daß der Präsident Bellievre den Tag daraufeinen zweiten Versuch machen sollte. Er kam wirk-lich und bot mir von Seiten des Königs die AbteienSt. Lucien von Beauvais, Sk. Medard von Sois-

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*) Alles di«s und das folgende ist in Zol»s Memoirenanders vorgetragen. rteS Buch S. 6z.