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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
294
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bisthum Besitz genommen *). Herr le Tellier, derein Viertel auf sechs Uhr in die Kirche kam, umsich, von Seiten des Königs, zu widersetzen, hattedas Vergnügen, meine Bullen vom Chor herabdon-nern zu hören. Alles überraschende bewegt dasVolk. Und was konnte überraschender seyn, als die-se Scene, wo man alle zu dieser Handlung nöthigeFormalitäten beisammen fand, zu einer Zeit, inwelcher die Beobachtung einer einzigen für unmöglichgehalten worden war. Die Pfarrer nahmen nochwärmcrn Antheil als gewöhnlich; meine Freundeschürten das Feuer an; das Volk sah seinen Erzbi-schof nicht; der Nuntius glaubte zweifach von demHof hmtergangcn zu seyn, sprach aus einem hohenTon und bedrohte mit Kirchenstrafen. Es erschieneine kleine Schrift, worin gezeigt wurde, daß man dieKirchen zuschließen müsse. Der Kardinal ficng an,sich zu fürchten und da seine Furcht stets in Negocii-ren endigte, so negvciirte er auch jetzt.

Er wußte wohl, wie vortheilhaft es ist, mit Leu-ten zu negociiren, welche die Lage der Sachen nichtkennen, und da er mich eine geraume Zeit unter dieseAnzahl rechnete, so ließ er mir hunderterlei Gerüchtebeibringen, von Vertauschung der Pfründen, vonFestsetzung der Einnahme des Kirchspiels, von Gou-vernements, von Rückkehr in des Königs Wohlwol-len, von festen Verbindungen mit dem Minister u.s. w. Pradelle und mein Gefreiter sprachen aus die-sem Ton von, Abend bis zum Morgen.

Ich erhielt weit mehr Freiheit als gewöhnlich;war eS nur etwas schön auf der Höhe des Thurms,

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*) Caumartin lleß diesen Besitz nehmen» Zufolge Zolyt

Memoiren i r. Buch S. 61.