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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
292
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ben, sagte ich: ich würde gleich beim ersten Wortmeine Erkenntlichkeit bezeigt haben, wenn ich nichtwüßte, daß die dem König schuldige Ehrfurcht einemGefangenen alles verbiete, was nur im geringsten aufseine Befreiung Bezug hat, bis Se Maj. sie ihmselbst wieder zu geben gut finde. Er verstand undbeschwor mich, dem Kardinal verbindlicher zu antwor-ten; aber ich blieb meinem Vorsatz getreu.

Die Stimmung zu Rom und die in Poitou undParis sichtbare und sogar steigende Bewegungen derGemächer wegen, meiner Verhaftung bewogen denKardinal, wenigstens einigen Anschein für meine Frei-heit zu geben. Zu diesem Endzweck bediente er sichder Leichtgläubigkeit des französischen Nuntius Bagni,der ein edier Mann, von sehr hoher Geburt, aberleicht und sicher zu betrügen war. Diesen sandte ec,in Begleitung von Brienne und le Tellier zu mir, ummir meine Freiheit und große Vortheile anzutragen,im Fall ich die Koadjukvrstelle von Paris aufgebenwollte. Da ich von diesem Besuch durch meineFreunde schon vorher unterrichtet war, so cmpsiengich diesen Antrag mit einer wohl ausstudirten einesGeistlichen vollkommen würdigen Rede, die denHerrn Bagni sehr beschämte und ihm in der Folgeeinen sehr rauhen Verweis von Rom zuzog. DieseRede, welche mir Caumartin geschickt hatte, waräußerst schön und zweckmäßig; sie wurde Tags dar-auf gedruckt. Der Hof war hierüber aufs lebhaftesteerschüttert. Man veränderte meine Gefreiten unddie Gardisten; doch blieb mein Verständniß unun-terbrochen.

Dis dringenden Bitten des Kapitels von NotreDame nöthigten dem Hof die Erlaubniß ab, daß ei-ner aus seinen Mitteln bei mir seyn durfte. Sie wähl-ten