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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
283
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zes; und ich sagte jeden Tag wohl zwanzig mal Mwir selbst, daß von allen Arren der Gefangenschaftohne Ausnahme die Staatsgesangenschast die empfind-lichste sey.

Daß ich mir die Langeweile mit Studieren ver-jagte, wissen Sie bereits. Zuweilen gesellte ich aucheinige Erholungen dazu. Oben auf dem Thurm hieltich Kaninchen; in einem der kleinen Thürmcben hatteich Turteltauben und in dem andern Feldtauben.Diese kleinen Vergnügungen wurden mir, aus Rück-sicht auf die unaufhörlichen Bitten der Pariser Kirche,von Zeit zu Zeit bewilligt; jedoch trübte man mir siestets durch tausenderlei Neckereien. Demungeachtetgewährten sie mir Zerstreuung und eine um so ange-nehmere, da ich es mir mehr als tausend mal so ge-dacht hatte, wenn ich darüber nachsann, womit ichmich, wenn ich jemals gefangen wäre, wohl beschäfti-gen könnte.

Freilich beschäftigen sie mich nicht so sehr, daßich nicht mit außerordentlicher Anstrengung an meineRettung hatte denken sollen, wozu mich das ununter-brochne Verständniß von außen, mit Hofnung er-füllte.

Am neunten Tag meiner Gefangenschaft nähertesich mir ein Gardist, Namens Carpentier, währendsein Kamerad schlief; denn einer von ihnen mußtemich beständig, auch des Nachts, im Auge haben»Er steckte mir ein Billet in die Hand, das, wie ich so-gleich erkannte, von Frau von Pomereux kam. Esenthielt nichts als die Worte: geben Sie mirAntwort, vertrauen Sie dem Ueberbrin-ger. Der Ueberbringer gab mir einen Bleistiftund ein kleines Stück Papier, worin ich den Em-pfang