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Mein Gefreiter suchte die Ruhe meines Studie-rens auf alle Weise zu stören und mir, wo möglich,Verdruß zu machen. Eines Tages sagte er mir: derKönig habe ihm befohlen, mich auf die Höhe desThurmö an die freie Luft zu bringen, und kaum glaub-te er, daß mir dies Vergnügen machen würde, sokündigte er mir, mit sichtbarer Freude an, daß er ei-nen Gegenbefehl erhalten habe. Ich antwortete:dieser sey sehr zu rechter Zeit gekommen; denn die all-zuscharse Luft auf dem Thurm habe mir Kopfschmerzenverursacht. Vier Tage darauf schlug er mir vor, hin-unter zu gehen, um dem Ballspiel meiner Wächter zu-zusehen. Ich bat ihn, mich davyn frei zu sprechen,weil mir die Luft dort zu schneidend zu seyn schien.Aber er zwang mich dazu, und sagte: der König,welcher mehr um meine Gesundheit besorgt wäre, alsich.glaube, habe ihm befohlen, mir diese Bewegungzu machen. Bald darauf bat er mich um Verzeihung,daß er mich nicht mehr herunter steigen laste. Es ge-schieht, setzte er hinzu, aus einigen Gründen, die ichIhnen nicht sagen kann. Es ist w.ahr, daß ich michüber alle diese Quälereien erhaben fühlte und daß siemich im Grund nicht rührten, sondern nur Verach-tung bei mir erregten; aber ich gestehe, daß ich beidem Gedanken an das Wesentliche meiner Gefangen-schaft nicht dieselbe Seelenstärke besaß, vielmehr, wennich des Morgens erwachte, der Gedanke, mich inden Händen meiner Feinde zu wissen, wohl mich füh-len ließ, daß ich nichts weniger als Stoiker war.Keine lebendige Seele war Zeuge meines Kummers,so schneidend ihn auch diese einzige Ursache machte.Dies Gefühl ist eine Würkung des menschlichen Stol-zes ;
eigne Gerichte, die er mit Hülfe seines Arztes Var
cherot lateinisch zu schreiben anfieng.