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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
281
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2§r

seinem Fach berühmter Mann, sagte mir, als er nachVincenncs kam: er habe von Herrn von Caumartinden Auftrag, mir zu sagen, daß Goisel I, ein Ad-vocat, der des Herrn von Beauforts Freilassung vor-hergesagt hatte, ihn versichert habe: im Merz wurdeich wieder frei seyn ; meine vollständige und gänzlicheFreiheit aber würde ich erst im Monat August erlan-gen. Die Folge wird Ihnen zeigen, daß diese Vor-hersagung richtig war.

Während meiner ganzen Gefangenschaft, wel-che fünfzehn Monate dauerte, beschäftigte ich michmit den Wissenschaften so eifrig, daß oft die Tagemir nicht gnügten und ich selbst die Nächte dazuverwandte. Besonders studirte ich die lateinischeSprache, und lernte einsehen, daß man nie zu vielFleiß darauf wenden kann, weil sie ein Studium ist,das alle andere in sich faßt. Ich arbeitete auch imGriechischen, und über die neunte Decade des TitusLivius, den ich ehmals sehr geliebt hatte, und jetztwieder mit neuer Lust umsieng. Ich schrieb einen,,Trost der Theologie," wodurch ich bewies, daß jederGefangene versuchen solle, eine Vivcws in LNrirta(Gefangener in dem Herrn) zu werden, wie der h.Paulus von sich sagt. Ich sammelte in der Maniervon Wäldern eine Menge verschicdncr Gegenstän-de; unter andern eine Anwendung dessen, was in denActen der mailändischen Kirche enthalten war, aufdie Pariser Kirche. Diesem Werk gab ich Len Ti-tel: xsrtus Vinceirnarurri (Früchte aus Vinccn-nes **).

S 5 Mein

*) Siehe ZolyS Memoiren S. 9. u. lv. im ersten undS. 71. im zweiten Buch.

**) Wenn man Zoly glaubt, im zweiten Buch S. 226.so war dieser ?artus Viucennurum. des Kardinals

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