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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
278
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Hastigkeit zuzuschreiben, sondern bei mir die natürlicheWirkung des Unglücks ist. Das Unglück, — ich habedies öfters erfahren, — ermuntert mich des Tags undwiegt mich deS Nachts in Schlaf. Dies ist, wie ich nacheiner genauen Prüfung meiner selbst erkannt habe, nichtStärke des Geistes; sondern ich fühle, daß dieserwohlthätige Schlaf nur eine Würkung der Erschöpfungist, die sich in den Augenblicken meiner bemeijHert, wodie Betrachtungen über meinen Kummer nicht durchdie Anstrengung, ihm zu entgehen, unterhalten wer-den. Mit Freuden enthülle ich mich auf diese Artvor Ihnen, und lege von den verborgenstenund innersten Regungen meines Gemüths Rechen-schaft ab.

Am andern Morgen war ich genöthigt ohneFeuerung aufzustehen, weil kein Holz da war; diedrei Gefreiten, welche bei mir geblieben waren, hattendie Güte mich zu versichern, daß ich morgen welchesbekommen sollte. Derjenige aber von ihnen, welcherallein zu meiner Bewachung blieb, nahm das Holzfür sich, und ich war zu Weihnachten 14 Tage langohne Feuerung in einem Zimmer, so groß wie eineKirche.

Dieser Gefreite war ein Gascogner, Namens,Croisat, und hatte, so sagte man mir wenigstens,bei Servien als Kammerdiener gedient. Schwerlichwird es unter dem Mond noch einen solchen Men-schen geben. Er stahl mir Wäsche, Kleider, Schu-he; ich mußte zuweilen, aus Mangel an Kleidern,acht bis zehn Tage im Bett bleiben.

Eine solche Begegnung, glaubte ich, könnte mirunmöglich wiederfahren, ohne höhern Befehl undden bestimmten Plan, mich vor Verdruß sterben zu

machen.