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Ich grenz demnach den ryten Deccmber insLouvre und wurde in der Antichambre der Königinvon Herrn von Villequier, welcher wachehabender Gar-dehauptmann war, in Verhaft genommen. Herr vonHaqueville hätte mich beinahe noch gerettet. Bei mei-ner Ankunft im Louvre gieng er im Hof spazieren;als ich aus dem Wagen stieg, kam er zu mir undgieng mit mir zur Marschalün von Villeroi, wo ichso lange verweilen wollte, bis eS beim König Tagwürde. Hierauf verließ er mich und gieng hinauf,wo er Montagne traf, der ihm sagtet es habe sichein allgemeines Gerücht verbreitet, daß ich verhaftetwerden sollte. Er eilte herab, um mir davon Nach-richt zu geben, und mich durch den Kuchen-Hof weg^zuführen, der gerade an die Wohnung der Frau vonVilleroi stieß. Allein er fand mich nicht mehr. Ei-nen einzigen Augenblick kam er zu spät und dieser Au-genblick hätte mir unfehlbar die Freiheit gegeben.Herrn von Haqueville fühle ich mich deshalb nichtminder verpflichtet, ob er gleich, so gefühlvoll undfreundschaftlich, wie ich ihn kenne, die verdiente Freu-de nicht erreicht hat.
Herr von Villequier führte mich in ein Zimmer,wo mir die königlichen Mundköche das Mittagöcssenbrachten. Mein guter Appetit ward am Hof sehrgemißbilligt; so außerordentlich groß ist die Ungerech-tigkeit und Niedrigkeit der Hofleuke. Ich nahm essehr übel auf, da man mir die Taschen umkchrenließ, wie man bei Beutclschneidern zu thun pflegt.Herr von Villequier hatte Befehl, diese nicht gewöhn-liche Zeremonie vorzunehmen. Es fand sich nichtsals ein Brief des Königs von England, der mir auf-trug, den Versuch zu machen, ob man ihm von Sei-ten Roms nicht einigen Beistand an Geld geben könn-
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