Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

Herrn von Montmorenci, Argenteuil, Chateaubriantu. s. w. In Ansehung dieser letzter» war kein Schat-ten von Schwierigkeit, und ich bin überzeugt, auchbei Herrn von Bristac würde eS nicht viel schwerer ge-wesen seyn. Unwillkührlich verzögerte Langlade, derum diese Zeit durch Chalons reiste, des Herrn vonChalons Reise, weil er ihm sagte, daß der Kardinalden und den Tag an den und den Ort eintresfenwürde.

Dieser Verzug verursachte meine' Gefangenneh-mung; denn Servien und Fouquet beschleunigten siedurch ihr unaufhörliches Klagen gegen die Königin, daßeS zu gefährlich sey in den gegenwärtigen Zustand zubleiben. Beständig sagten sie ihr: ich fahre fort, dieRentenbesttzer zu gewinnen und zu erhitzen, in denLcibregimentern Cabalen anzufangen u. s. w.

Ein Ereigniß, das am igten November vorfiel,trug sehr viel zur Erbitterung des Hofs bei. DerKönig hielt sei» Lit de Iustice im Parlement, um dorteine Erklärung registnren zu lasten, durch welche erden Prinzen des Majestärsverbrechens schuldig erklär-te. Am Tag zuvor schickte er den Zeremonienlieute-nant Saintoc zn mir, mit dem Befehl, mich dabei ein-zufinden. Ich antwortete Saintot, daß ich Se M.demüthigst büte, mir die Vorstellung zu erlauben,wie ich es weder der Gerechtigkeit noch dem Wohl-stand gemäß hatte, wenn ich bei meinem Verhälrnißgegen den Prinzen in einer Deliberation, wo dieRede von seinem Verdammungsurrheil sey, meineStimme geben wollte. Hierauf versetzte Saintot:es habe jemand in der Königin Gegenwart vorausge-sagt, daß ich mich mit diesem Grund entschuldigenwürde. Sie habe zur Antwort gegeben: dieser Grundsey nicht gültig; Herr von Guise finde sich auch da-