Ohr; das Geheimniß verursacht anfänglich nur einleises Murmeln. Aber dieses Murmeln wird zu eünein Geräusch, welches mehrere beschwerliche Folgennach sich zieht, sowohl in Rücksicht auf die eigne Parithei, als auch auf die, gegen welche man kämpft.
Dies war gerade mein Fall. Ich war erstaunt,alle meine Freunde über das, was ich thun oder nichtthun würde und könnte, getheilt zu sehen, dabei abervom Hof als ein Mann betrachtet zu werden, der dasMinisterium entweder zu rheilen oder seine freiwilligeEntsagung theuer zu verkaufen gedächte. Ich sah,ich fühlte die Gefahr und das Beschwerliche dieserLage; und doch entschloß ich mich es zu wagen , voneben dem Grundsatz geleitet, der mich mein ganzes Le-ben durch bestimmt hat, zuviel auf mich zu nehmen.Nach den Regeln der Politik ist dies das schlimmste,was man thun kann. Auch weiß es uns die Weltnur selten Dank. Und die gute Absicht darf nie über-spannt werden, wie eS auch sey. Die Vernachlässi-gung dieser Regel habe ich in Staatsangelegenheitenwie in häuslichen Dingen oft übel empfunden; aberwir müssen gestehen, daß wir uns in Dingen die un-serm moralischen Gefühl und unsrer Neigung zugleichschmeicheln, fast niemals ändern. Auch habe ichdies Verfahren nicht bereuen können, ob es mich gleichmeine Freiheit gekostet, und mir alle nicht unbedeu-tende Folgen meines Gefängnisses zugczogen hat.Hätte ich das Gegentheil gethan , hätte ich Servien'sAnerbietungen angenommen und mich aus der Ver-wirrung gezogen, so würde ich alle die Leiden vermie-den h den, unter denen ich beinah erlag. Freilich hät-te ich anfänglich die Unannehmlichkeiten dulden müs-sen, welche alle, die an der Spitze großer Staats-Händel standen, und sie zu Ende gehen lassen, ohne