Daß die Freundschaft des Herrn la Rochefou-CLUt für mich nicht so erwiesen war, haben Sie schonbei mehr als einer Stelle dieser Geschichte erfahren.Ich will Ihnen hier noch einen Beweis davon an-führeu, der wahrhaftig nicht verschwiegen zu werdenverdient. Eines Morgens, da ich noch im Bett war,trat °^alon, jetziger KabinetS-Secrctär, und seit je-ner Zeit dem Interesse des Kardinals ergeben, in meinZimmer. Nachdem er mich begrüßt und mir seinenNamen genannt hatte (denn ich kannte ihn nicht ein»mal von Ansehen, sagteer: er könne sich nicht enthal-ten, mir die Gefahr zm sröfncn, worin ich schwebe,so wenig er auch zu meinen nähern Freunden gehöre.Der ewige Abscheu vor bösen Handlungen und dieAchtung für meine Person nöthige ihn, mir zu entde-cken, daß Gourville und la Roche-Corbon, zwei vonla RochesoucaulS Bedienten, nebst Major von Dam-villierS mich aus dem Quai, gegenüber dem PontBourbon, hatten ermorden wollen, mich aber verfehlthätten. Sie können wohl denken, wie sehr ich HerrnTalon dankte und sicher werde ich bis zum letzten Au-genblick eine zarte Erkenntlichkeit für ihn fühlen.Aber zu sehr an dergleichen Nachrichten gewöhnt,achtete ich nicht so sehr darauf, als ich bei demNamen und Verdienst eines Talons hätte thun sollen;ich fuhr vielmehr am Abend dcS andern TagS nur inBegleitung von zwei Pagen und drei oder vier Be-dienten zur Frau von Pomereux. Talon kam Tagsdarauf noch einmal zu mir, bezeigte mir feine Ver-wunderung, daß ich feiner ersten Warnung so weniggeachtet, und fügte hinzu, daß mich diese Herren aber-mals um eine Viertelstunde verfehlt Härten. Um 9Uhr des Abends harren sie mich bei den BlancS-Man-teaux, erwartet. Diese zweite noch bestimmtere Nach-richt zog mich aus meiner Schlafsucht. Ich war auf
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