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Wirrung ich mich befinden mußte, da ich bedachte, mitwelchem Schein man mich für den Verräther meinerFreunde halten würde, und auf der andern Seitekein schickliches Mittel finden konnte, Monsieur vonder Vollziehung dieses Vorsatzes abzubringen. An»fänglich focht ich gegen die Aechtheit seiner Nachrich-ten, und stellte ihm die schlimmen Folgen einer sol-chen Beleidigung gegen solche Männer aufs lebhaf-teste vor. Als ich sah, daß er seine Quellen für sehrsicher hielt, wie sie eS auch in der That waren, unddaß er bei seinem Vorsatz beharre, so änderte ich dieSprache und dachte an nichts als — Zeit zu gewin-nen , damit sie sich indessen unsichtbar machen könn-ten. DaS Glück begünstigte meine Absicht. DerVicomte von Autel war nirgends zu finden. Mon-sieur amüsirte sich mit einer Medaille, welche Bru-neau ihm zur höchst gelegnen Zeit brachte; und ichgewann auf diese Art Zeit, Herrn von Turenne durchVarennes, der mir wie durch ein Wunder in die Hän-de lief, zu melden, daß sie sich augenblicklich rettensollten. Der Vicomte d'Aukel kam also um zweioder drei Stunden zu spät. Monsieur tröstete sichbald darüber; und nach einigen Tagen, da ich ihnrben bei guter Laune fand, erzählte ich ihm die Sa-che, wie sie sich wirklich zugetragen hatte. Er zürntemir nicht darüber, und harte sogar die Gutheit, mirZusagen, daß er, wenn ich ihm sogleich alles anver-traut hätte, meinen Vortheil gewiß seinem eignenvvrgezogen haben würde, weil die Sache als ein mir«nvercraukeS Geheimniß ungleich wichtiger hatte seynmüssen. Wie sehr durch diese Begebenheit die alt«Freundschaft zwischen Herrn von Turenne und mir ge-wann, werden Sie leicht glauben.
17. Denkwürviak. XX. Bd.
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