Monsieur gemeinschaftlich widerseßen,. oder mich zwi-schen beiden Hinhalten. Auch mußte ich mich fernerentweder mit dem Prinzen versöhnen, oder mit ihmentzweit bleiben. Welche Sicherheit hatte ich nun inallen diesen Fällen zu erwarten ? Hätte ich mich fürdie Königin erklärt, so Ware ich im Parlament, beidem Volk und bei Monsieur unwiederbringlich verlo-ren gewesen, und mein ganzer Lohn würde „MazarinSTreue" gewesen scyn. Ware ich auf des Prinzen Sei-te getreten, so würde, aller Wahrscheinlichkeit nach,eine Viertelstunde später die Widerrufung meiner Er-nennung zur Kardinalswürde erfolgt seyn. Konnteich dann aber mit dem Prinzen enrzweit bleiben, wennMonsieur, mit ihm vereint, gegen den König auftre-ten wollte? Und wiederum; konure ich mich mit ihmversöhnen,, in einem Moment, wo die Königin mirerklärte: sie entschließe sich nur auf mein gegebenesWort, mich nicht mit ihm zu versöhnen, mir die Er-nennung zum Kardinal zu lassen? So lange die Kö-nigin noch in Paris war, gab es tausenderlei Rück-sichten, welche viele dieser Schwierigkeiten gehobenund andere gemildert haben würden. Wir aber selbstbeförder en ihre Entfernung, anstatt daß wir derselbenbeinah unübcrsteigliche Hindernisse entgegen sehen soll-ten, die auch auf mehr als eine Art in unsrer Gewaltwaren.
Natürlich erfolgte auch hier, was immer denenbegegnet, welche gewisse entscheidende Momente in denWclthändeln verfehlen. Da wir sahen, daß uns keinguter Weg mehr offen stand, so ergriffen wir alle, einjeder nach seiner Weise, solche AuSkunftsmittel, dieuns blos ein minderes Uebcl schienen; ein Verfahren,welches stets zwei üble Folgen hat. Die Eine ist,daß dieses Gemisch von Ansichten der Sacke immer
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