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Zweyte Abtheilung, Zwanzigster Band (1800)
Entstehung
Seite
10
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Abreise, daß wir alle betrogen seyen, insofern wir unsderselben nicht widersetzt hätten. Ich gab ihm in mei-nein und aller Frondeurs Namen darin Recht; unddies khue ich noch heute und gestehe, daß dieser Feh.ler der allerunverzeihlichste war, den ein jeder beidieser Lage der Sachen gegen sich selbst begehen konnte.Ich sage ein Jeder von denen, welche Mazarins Zu-rückberufung nicht wünschten; denn die in seinInrrcsse verflochtene konnren ohne Zweifel nichtsbcßres thun. Und der Grund, der uns zudiesem zweckwidrigen Verfahren bewog, lag blos inder den Menschen natürlichen Neigung, lieber augen-blickliche Linderung ihrer Ucbcl zu suchen, als dieseerst für die Zukunft, aber desto sichrer zu bewürken.Auch ich verfiel gleich den Andern in diesen Fehler,und das Beispiel anderer milderte meine Beschämungdarüber keineswegs. Daß wir die schlimmen Folgen,welche auch in Wahrheit nicht allein sichtbar, sondernvielmehr ganz klar waren, wirklich vorausgesehen hat-ken, vergrößerte unfern Fehler noch um vieles. Dennwir waren verkehrt genug, das größere Nebel zu wa-gen, um die kleineren zu vermeiden. Für uns war, in der That, minder gefährlich, den Prinzen inGuienne zu Kräften kommen zu lassen, alsdie-nigin, wie wir thaten, in Freiheit zu setzen, um ihrenGünstling 'lzurückrufen zu können. Dieser Fehlerist einer von denen, der mir 'Anlaß zu der schon öftrergemachten Bemerkung gegeben hat, daß die gewöhn-lichste Quelle menschlicher Fehler in der allzugroßenFurcht vor der Gegenwart und dem allzugroßen Leicht-sinn in Rücksicht der Zukunft, zu suchen ist. In kur-zem erkannten und fühlten wir: bei Partheien, wel-che dem königlichen Ansehen entgegen arbeiten, seyein einziger bedeutender Fehler von so großenr Ge-wicht, daß diejenigen, welche ihren Theil daran ha-' ben,