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Zweyte Abtheilung, Neunzehnter Band (1800)
Entstehung
Seite
19
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nicht befremden sollen, und doch war ich überrasche.Ich stellte ihm vor, daß in unserer Lage nichts in derWelt dem gesunden Verstand mehr zuwider seyn könnte,als dies, da wir nichts wagten, wenn wir auf die Sei-te des Prinzen träten , und alles, wenn wir die Par-tei der Königin ergriffen Thäten wir dies lehkere. sowürde sich der Prinz mit Mazarin, der ihn mit offnenArmen aufnehmen würde, aussöhnen, und durch sein ei-genes Ansehen sowohl, als durch die Bemühung, den, Volkzu zeigen, daß es eigentlich den Frondeurs MazarinSErhaltung zu verdanken habe, uns bei demselben inauffcrsten Miscrcdil bringen. Ergriffen wir hingegendie Partei des Prinzen, so würde das schlimmste fti,n,daß wir blieben wie vorher, jedoch mit dem Unterschied,daß wir uns in den Augen des Volks durch die Bemü-hung, seinen Feind zu stürzen, ein neues Verdienst wür-den erworben haben. Herr von Beaufort ergab sichdiesen Gründen, und wir giengen Nachmittags nach-dem Pallast des Herrn von Lvnguevilie, wo wir denPrinzen im Zimmer seiner Schwester fanden. Wirboten ihm unsere Dienste an und fanden eine Aufnah-me, die Sie sich leicht denken können. Den Abendspeiseten wir mit ihm bei Prudhomme, wo Mazarin einenPanegyricus erhielt, wobei kerne rhetorische Figur verges-sen wurde.

Am Morgen des folgenden TageS beehrte mich derPrinz mit seinem Besuch, und fuhr fort in dem gestri-gen Ton mir mir zu reden. Er nahm sogar die Balladein nu, nee, ui, uo, nu, welche Marigni ihm auf derTreppe überreichte, Mit Vergnügen auf. Um eilf Uhr«des Abends erhielt ich ein Billet von ihm, worin er mirauftrug, des andern Morgens um vier Uhr mit Noir-Moutier zu ihm zu kommen. Wir weckten ihn auf, wieer uns befohlen hatte, und er schien anfangs in ziemli-

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