wak dies gewiß einer der größten Fehler Mazarins, daßer nie glauben konnte/ ein Anderer rede aufrichtig undaus reinen Absichten mit ihm.
Der Prinz, der sein ganzes Haus wieder zu vere>.nigen wünschte, glaubte, den Herrn von Longueville auf kei-ne andere Weise völlig zufrieden zu stellen, als wenn erden Kardinal dahin gebracht hätte, ihm das, bei demFriedensschluß von Ruel gegebene Versprechen, zu ec.füllen, daß nehmlich Herr von songuem'lle die Ge-walt über Pont de kArche erhalten sollte, welche mitdein alten Pallast von Rouen, Casn und Dieppe zu-sammengenvmmen, für einen Gouverneur der Nor-,na»die nicht übel paßte. Aber der Kardinal be-harrke dabei, es unerfüllt zu lasten. Als hierauf der Prinzsich einst in voller Versammlung bei der Königin be-fand, und ihn stärker als gewöhnlich den Stolzen spie-len sah, sagte er, indem er aus dem Cabinet der Köni-gin trat, zu ihm: A dieu Bl a r s. Dies geschahum eilf Uhr deS Abends, und eine halbe Stunde nach-her wußte ich es, so wie die ganze Stadt. Des andernTagß eilte ich schon des Morgens um sieben Uhr nachdem Hotel von Vendoms, um Herrn von Beaufort dortzu sprechen, fand Viesen aber, im Wagen des Herrn vonNemours bereits auf dem Pont-neuf, in der Absicht,Frau von Nemours zu sehen, für dis er viel Zärtlichkeitempfand. Herr von Nemours, der noch ganz für dieKönigin war, und bereits die große Neuigkeit des vori-gen TageS wußte, hatte sich in Kopf gcseht, Herrn vonBeaufort dahin zu bringen , daß er sich bei dieser Gele-genheit für die Königin erklärte, und Beaufort befandsich um so viel mehr dazu geneigt, da Frau von Montba-zon bis zwei Stunden nach Mitternacht ihm über denriemiichcn Text gepredigt hatte. Bei meiner Kemttnißseines Charakters hätte mich seine Kurzsichtigkeit gar
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