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Zweyte Abtheilung, Neunzehnter Band (1800)
Entstehung
Seite
16
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unfern Wag?»; zuweilen erschienen wir in Begleitungvon fünfzig Bedienten und hundert Ebelleucen. Wirveränderte:! dis Scene nach Gefallen, wie wir glaub»len, daß eS dem Geschmack der Zuschauer am angemes-sensten seyn würde. Die Hoflcutc ahmten unS auf ih-re Weise nach, ob sie gleich von Morgen bis zumAbend nicht aufhören konnte» uns zu tadeln. NichtEiner unter ihnen war, der nicht die Frvtaden, --dies Wort war von des Präsidenten BellievreS Ersin-durg welche wir dem Minister gaben, zu dessenNachcheii benutzt hätte. Der Prinz, der zu viel oderzu wenig Rücksicht auf ihn nahm, fuhr fort, ihn ver-ächtlich zu behandeln. Er zeigte seine Unzufriedenheitüber die Verweigerung der Oberaufsicht über die Flot»ken, und der Kardinal sann darauf, ihn durch Vor-schläge -u irgend einer andern Vergütung, die er ihmjedoch am liebsten nur in der Hofnung zu geben gedach-te, wieder zu versöhnen. Er bot dem Prinzen an, daßder König die Grafschaft von Mömpelgarr, eine sehrbeträchtliche Herrschaft, für ihn kaufen sollte, und gabHervart den 'Auftrag, diese Sache nütdcm Eigenthü-mcr, der einer von den Prinzen deö Hauses Wirtem-berg war, ins Reine zu bringen. Damals behaupteteman, daß Hervart selbst den Prinzen benachrichtigt ha-be, sein geheimer Auftrag sey, diesen Handel nicht zuschließen. So viel ist indessen gewiß, daß der Prinzmit dem Kardinal unzufrieden war, und daß er, nachseiner Zurückkunft nicht allein forkfuhr den Hauptfeinddesselben, Herrn von Chavlgni, sehr vorzüglich zu behan-deln, sondern sogar sich den Frondeurs dem Scheinenach, wieder näherte. Er bewies mir jetzt weit mehrWohlwollen als in den ersten Tagen nach dem Frieden, undzeigte gegen seinen Bruder und seine Schwester weitmehr Schonung als sonst. Damals war es, wenn ichnicht irre, daß er dem Prinzesi von Conti die würkliche

Ver-