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Zweyte Abtheilung, Achtzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
419
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Gegen den ersten wollte ich meine Pflicht erfüllen, unhr-eShalb bat ich kaigues, den Prinzen in meinem Namenmit Ehrfurcht um die Ursache seines ZornS zu fragen, undihn zu versichern, daß er in Rücksicht meiner ohnmöglicheine gegründete Ursache haben könnte, saigues rhatzeS, und kam mit der Ueberzcugung zurück, daß keinwirklicher Zorn vorhanden, sondern alles nur erkünsteltgewesen sey, damit auf diese Weise eine Art von Er-täuterung herbeigesührt werden, und aus dieser eweAussöhnung entstehen oder zu entstehen scheinen möch-te. Was ihn auf diese Idee brachte, war, daß seinAuftrag von dem Prinzen von Conti, sogleich mit Freu-den ausgenommen, jedoch die Antwort an Frau vonLongueville überlassen worden sey, weil diese Vorzug-sich dabei inksressirt seyn sollte. Düse trug saigueSvie' Verbindliches für mich auf, und bat ihn, mich die-sen Abend zu ihr zu bringen. Ich kam,, und mit sovicfAnmuth ich auch empfangen wurde, sagte sie dochdaß sie sehr viel Grund zu Klagen über mich habe, unddaß dies Dinge wären, die sich gar nicht sagen ließen,die ich aber wohl wisse. Dies war alles, waS ich vonihr erfahren konnte. UebrigenS überhäufte sie mich mitVerbindlichkeiten und zeigte mir so gar viel Zuvorkom-mendes, um, so waren ihre Worte, den Bund mitmir und meinen Freunden wieder zu schließen, Bei die-sen letzten Worten schlug sie mich schalkhaft mit einemihrer Handschuhe ins Gesicht, und sagte im Weggehen rversiehenSie michauch?- Was ich von diesemallen dachte^ ist folgendes. Herr von la Rvchefoucauthatte zwar viel mit dem Hof zu thun gehabt, da aberdie Versprechungen des Cardinals so unzuverlaßrg wgren, so glaubte er, durch erneuerte Ansmerksamkeit für denPrinzen von Conti ihn bestürmen oder zu etwas bestim-men zu müssen. BrS jetzt, war dieses von geringer Bedeu-tung gewesen, theilL, weil man wußte, dgß der Prinz ihnverachtete, theils weit eS allenthalben sichtbar ward,

daß