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dag ihre Versöhnung nicht aufrichtig war. Aus diesemGrund wünschte der Prinz von Conti, sich wieder andie Spitze einer Parthey zu steilen, von der er sich gleichi» den ersten Tagen des Friedens durch Witzeleien,die er nicht unterdrücken konnte, und durch seine Lisi-Näherung an den Hof, die aller gesunden Vernunft zumTrotz mehr scheinbar als wirklich war - getrennt hatte.Nun aber glaubte Herr von laNochkfaucmtt, dis sichtbargewordene Erkaltung nicht natürlicher verbessern zukönnen, als durch eine Aussöhnung, welche AufsehenMachen, folglich die Aufmerksamkeit des Hofs erregenund so zur Erreichung feiner Zwecke Dienen würde. Inder Folge habe ich ihn ein oder zweimal um den wah.ren Zusammenhang Vieser Intngue gefragt, Uno ersagte mir bloß im allgemeinen, daß sic damals über-zeugt gewesen wären, ich suche Der Frau von Longue-Me bei ihrem Gemahl in Rücksicht seiner, zu schaden.Dies war von allen möglichen Handlungen diejenige,derer, ich mein ganzes Leben hindurch am wenigsten sä-hiz war. Auch glaube ich nicht, daß dieser ArgwohnDie Erbitterung bewirkte, welche der Prinz von ContiFegen mich blicken ließ. Zwei Gründe machten mirDies u:rwahrscheinlich. Zuerst, weil ich mit offene«Armen empfangen wurde, sobald ich nur durch Laiguesdie erste Form hatte beobachten lassen. Zweitens, weilFrau von Longueville, so bald sie mich auf Vas, wassie mir von meinen Freundest sagte, nur in allgemei-nen Ausdrücken antworte!, hörte, in eine Kälte ser-ficl, die zuletzt in Haß üdergieng. Natürlich war es,daß ich bei dem Wort Freunde ganz ungerührt blieb.Da ich mir bewußt war, nichts gechan zu haben, was;,sir diesen breniwnden Unwillen des Prinzen von Eon-?k härtezuziehen können, und ick ihn folglich für er-künstelt hielt, damit die darauf erfolgte Verständi-gung zu ihrem Privatinkeresse dienen könnte. Jetzt merk-te Sie sich dies, und die Folgen, welche diese Scenevereinigt mit dem was vorhergegangen war, hatte,lehrte: daß bei wichtigen Händeln auch oiekleinsten Schritte bedenkend werden.