Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Achtzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
411
Einzelbild herunterladen
 

sammenkunft zu Chaliot mit dem Prinzen, die von bei-den Seiten äußerst frostig war, ihre Aufwartung zuSt, Germain. Herr von Bouillon, dem der erste Präsi-dent, am Tage der Bestätigung des Friedensschlussesneue Versicherungen wegen Sedan gegeben hatte, warddem König von dem Prinzen, der ihn in seinen For-derungen zu unterstüßen schien, vorgestellk, und der Car-dinal bewies ihm alle mögliche Achtung. Dies warendie einzigen, die nach St. Germain giengen. Da ichsähe, daß das Beispiel zu wirken anfieng, beharrte ichfester als ich anfangs entschlossen gewesen war, darauf,nicht an Hof zu gehen, wo mein ärgster Feuw nochherrschte. So erklärte ich mich gegen den Prinzen wel-chen ich bei seinem Besuch in Paris, z oder io Tagenach dem Frieden, bei Frau von Longueville sah. Aufgleiche Weise sprach Herr von Beaufort und der Mar-schall von la Mothe. Herr von Elbeuf, der auch sustdazu hatte, ward von dem Hof, ich weiß nicht , durchwelche Bestechung, gewonnen. Herr von Brissac,Retz, Vitri, Ficöco, FontrailleS, Montresor, Noir-moutier, Makha, la Bousain, Caumesnil, Moreuk, Lai-gucS uud Anery blieben mit uns vereinigt, und wir bil-beten zusammen, eine Wetterwolke, die mit der Volks»giwst vereinigt gewiß keine leere iustgestalt war. Unddoch behandelte sie der Cardinal anfänglich nicht besser.Er trieb seinen Hochmuch so werk, daß die Königinauf die unterwürfigsten Gehorsams - Versicherungen,welche Herr von Beaufort, Brissac, la Mothe undich, ein seder einem seiner Freunde aufgekragen hatten,die Antwort erthcilte, daß sie diese Versicherungen nurdann annehmen würden, wenn wir zuvor gegen denCardinal uns unsrer Pflicht entledigt haben würden.

In diesem Zettpunct kam Frau von Chevreuse nachParis zurück. AÄt oder zehn Tage früher hatte unHLaigues auf ihre Ankunft vorbereitet. Seiner Anwei-sung zufolge hatte er ihk ftme Huldigungen geweiht,

und