Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Achtzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
409
Einzelbild herunterladen
 

- - " 4 °^

das Fest zu stören, aber die Erinnerung an tau-send Umstände, wodurch ein solcher selbst nach sei-n e n Grundsätzen ganz zur Unzeit gewesenem, würde,machte, daß er sie bald wieder aufgab. .Oaß. die spa.nische Armee sich bereits zurückgezogen'konnteals einer der unbedeutendsten Umsiägöe. angzsetzenwerden. .

Mit Frau von Bouillon hatte ich diesen Abenddas innigste Mikleiden. Ihr Schmerz war unbegreif-lich. Es war nicht das einzigem«!, wo Herr vonBouillon, blos aus eigner Schuld, und durch einen all-zu großen Geschmack am Unterhandle«, die enkschei-densten Augenblicke verfehlte. Dieser ihm allzunaküriliehe Fehler hak in einigen Augenblicken den Zweifel inmir aufgeregt, yb er überhaupt alles das, was s ine gro-ßen Eigenschaften von ihm erwarten ließen, wirklich hät-te ausführen können.

Am i sten April, es war der grüne Donnerstag deSJahres 1649 ward der Friedensschluß im Parlement,bestätigt. Schon in der Nacht war ich benachrichtigtworden, daß daS Volk sich zur Widersetzung gegen .den.selben an verschiedenen Orten zusammenrotkeke, undsy.gar dieWachen im Parlement zu bezwingen drohte. Da-mit ich im Stande seyn möchte zum Beistand des Par.lemenks, wenn eS angegriffen werden sollte, herbei zueilen, zögerte ich mit der Beendigung der Ceremy.nie des heiligen Oels, die ich in der Kirche unserer lie-ben Frauen verrichtete, so lang als möglich. Als ichaus der Kirche trat, erfuhr ich, daß der Aufstandaus dem «gnui äes Ol siksvnss seinen Anfang nehmWIch gicngi nach der Gegend hin, auf dem Weg dahsntraf mich einer von des Herrn von Bouillons Pagen?und gab mir ein Billet, worin« mich dieser beschwor',meine Stelle im Parlement cinzunehmen, weil er be«fürchte, daß das Volk meine Abwesenheit zum Vor,-wand eines Aufruhrs nehmen und behaupten werde, daß

C; ^ sie