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auszehrenden Krankheit überfallen, und bereitete sich zufeinem herannahenden Tode. Wenn die Königin«wirklich bei der schwächlichen Gesundheit ihres Ge-mahls einst den Vorsatz gehabt hakte, nach seinem To-de sich mit Gaston zu vermählen; so wäre sie in derThat zu tadeln. Aber sie behauptete immer ihre Un-schuld über diesen Punct. Indessen machte ihr Lud-wig in seinem Herzen oft den Vorwurf, daß sie seinenTod gewünscht habe. Noch als er dem Tode sehr nahewar, beschwor sie ihn, diese verächtliche Meinung vonihr nicht mikzunehmen. Er antwortete Chavigm, wel-cher für sie sprach: In dem Zustand, worinn ich bin,muß ich ihr verzeihen; aber ich kann es nicht glauben.
Bei diesem Vorurtheil gegen sie, welches durchihren Beitritt zu vielen nachfolgenden Jntriguen unddurch deS Königs Ueberzeugung von ihrer Unfähigkeitzu regieren und ihrer Parteilichkeit für Spanien nochverstärkt wurde, darf man sich nicht wundern, baß ecsie von der Regentschaft auszuschließen suchte. Er sannlange auf Mittel. Aber da er weder seinen Brudernoch die andern Prinzen, welche würklich nicht genugAnsehn hatten, um seine Wahl zu behaupten, dazu be-rufen konnte; so ernannte er nach vielen politischen Zu-sammenstellungen die Königin zur Regentin und seinenBruder zum Generallieutenant des Königreichs; setzteaber einen souveränen Rath und verbot jenen beiden indiesem etwas zu ändern. Für denselben wählte er denPrinzen Cvnda zum Oberhaupt.
Nachdem seine Gemahlin und sein Bruder durcheinen Eivschwur bekräftigt hatten, sich seinen Verfügungenzu unterwerfen, unterzeichnet« er diese Erklärung denly. April, und setzte mit eigener Hand darunter: Obi-ges ist mein ausdrücklicher und letzter Wille, den ich
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