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entgegen sehe. Als man Ihm meldete: Richelieu ftyso eben verschieden, sagte er nichts weiter als die Wvr-ke: I» ihm ist ein großer Politiker gestorben!
U >d doch hat man bemerkt, daß Ludwig nie vonden Vo urkheilen zurückkam, welche fein Minister ihmeingeprägt hatte. Selbst ehe er starb, gab er ihm nochdie Genugthuung, ihn an seinem Bruder durch eineerniedrigende Erklärung zu rachen. Der König machtedsrinn eine Aufzählung von Gastons Vergehungenund seinen Rückfällen, sprach viel von seiner Undank»barkeit und Verratherei, und schloß damit, baß er denSchuldigen zu jedem Amt im Staat ausdrücklich aberzur Regentschaft, für unfähig erkläre. Sobald ihm aberRichelieu fehlte, umseinen Entschlüssen Beharrlichkeitzu geben; begnadigte er seinen Bruder wieder einigeMonate nachher, und erließ eine Gegenerklärung, wo-rin die Verfügung in Rücksicht auf Würden und Reegentschaft wiederrufen war. Doch da dieses nur eineVerzeihung war; so konnten die Beschuldigungen derUndankbarkeit und Verräkherei, folglich die Beschim-pfung selbst dadurch nicht abgewälzt werden.
Das nehmliche wiederfuhr fast allen in seinem Reich,welche in Ungnade gefallen waren. Sie wurden begna-digt; aber viele darunter durften entweder gar nichtoder wenigstens selten und erst spat vor dem König er-scheinen. Obgleich er von der S.renge, welche ihm seinMinister eingcflöst hatte, nachließ ; so that er doch im-mer den Willen des Verstorbenen, und ließ gewisser-maßen das Siegel der Ungnade auf den Stirnen derer,welche der Kardinal damit gezeichnet hatte.
Mitten unter einem Hof, welcher durch die Trüb-sinnigkeit seines Oberhaupts immer ein gleich finsteresAnsehen hatte, wurde selbst Ludwig (1643)00» einer
aus-