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vollzogen wissen will! Den andern Tag wurde dies Te-stament beim Parlament eingetragen.
Der König litt noch beinahe einen ganzen Mo-nat. Während dieser Zeit sah er sich ziemlich verlas,sen, da die, welche an ihn hakten denken sollen, mitCabalen beschäftigt und gegen ihn sehr gleichgültigwaren. Er starb den tHten Mai in seinem 43sten Iah-re; wenig bedauert, so wie im Leben wenig geliebt.
Sobald der König todt war, schrie Pokier undsein ganzer Anhang: die Regentschaft gehöre, nach al-len Rechten, der Königin» , und die Einschränkungendurch den eingesetzten Rath seyen für Ihre Majestätbeschimpfend; eS bleibe kein ander Mittel, diese Schan-de auszulöschen, als daß man die ganze Einrichtungzerstöre. Anfänglich war eS ungewiß, ob das Parla-ment emwiüige i würde, eine Anordnung aufzuhebcn,welche an sich klug war , und die eS erst kürzlich gerichtesich eingeschrieben hatte. Es war zu fürchten, tesPsr-lemenkS Weigerung würde um so fester seM, da derPrinz von Conds, den man als Oberhaupt von diesemRath unterdrücken wollte, der Kanzler Seguiek) derKardinal Mazarin, Chavigui und andere Glieder da-von, welche alle sehr eifrige Anhänger hatten,,daraufbestehen würden. UeberdieS hatte man Ursache zu fürch-ten , der Herzog von Orleans möchte selbst auf die Rr-genlschaft Anspruch machen, sobald man die Erklärung-worauf sich die Macht der Königin« gründete, angrei-fen und umstoßen würde. Es war also nicht mehr dieFrage, die Sache mit Gewalt durchzusetzen, wie derBischofs von Beauvais und seine Anhänger wollten.
Man mußte unterhandlen, dem Prinzen von Con-ds schmeicheln, den Kanzler gewinnen, und sich durch
Ver-