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Zweyte Abtheilung, Siebzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
373
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^ mittel als von dem Uebel selbst gequält und endlich^ wurde sein Zustand höchst gefährlich.

' ^ Man bemerkte damalen noch keine Plane, Anschlä-

^ ge oder Bemühungen von Seiten derer, welche auf sei.nen Platz rechneten, wie das sonst in ähnlichen Fällenk»ch zu gehen pflegt. Alles war so gut unterjocht, daß nie»mand sich rührte. Der Kardinal verfügte unum-P, schränkt über die Ministerstelle wie über die Gunst und

Ä das Zutrauen deS Königs. Er zeigte ihm an, welche

A er vorziehen sollen, und der folgsame Monarch gieng inft-z nichts von seinem Willen ab, so daß man sagen kann rRichelieu regierte noch nach seinem Tode.

Er zeigte viele Festigkeit in den Augenblicken deS^ Todes. Die Sakramente der Kirche empficng er mit

^ Andacht und Ergebung. Man hat bemerkt, daß er

^ die Umstehenden nicht um Verzeihung bat, wegen Feh»

^ ler, die er bei der Staats-Administration und in sei-

^ , nem übrigen Benehmen begangen haben möchte. Viel-

^ leicht schwieg sein Gewissen, oder wollte er seinen Fein-

/ den den kleinen Triumpf nicht lassen, zu sagen, er ha-

be etwas wiederrufen. Viele Anhänglichkeit zeigte er- für seine Verwandte, die er dem König empfahl; be-

"j' sonders sah man eine zärtliche Vorliebe für seine Nich-

te, die Herzogin von Aiguillon, welche er immer am> meisten geliebt halte. Er machte sie gleichsam zur Ober-. ^ aufseherin der Familie.

Nachdem er diese Anordnungen gemacht hatte,r! N starb er ruhig den 4. December im 58- Jahre seines

>i^'' Alters, mit Ehre und Würden überhäuft. Wahrend

seines Agonisirens bemerkte man, daß der König-^ ^ chelte; und dieS bestätigte di- schon vorhergefaßte Mei-- i nung, daß der König dem Ende, der von seinem Mi»

. nister über ihn ausgeübten Herrschaft mit Vergnügen

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