r.xvm Richelieu's Staatsmaximm.
fchaftlichen Nutzen gebaut, ihre Dauer in sich ha,den. Sobald seine Eingebung nur einmal befolgtist, wird sie unvermeidliches Uebel. Man darf überdas erschlichene dem Getauschten die Augen nicht klarwerden lassen. Neues Erschleichen, neue Benutzungund selbst Vermehrung seiner Schwächen erscheintnun als Gebot der Selbftcrhaltung. Und wäre esauch um ihre Unentbehrlichkeit zu erproben und dieöde Zeitlcere auszufüllcn; die Negotiatoren müssenaufPlanezu Aenderungen sinnen, so gewiß als dasHeil der Staaten auf beharrlicher Gleichförmigkeitdes ihren inner» Kräften angemessenen Gangs be-gründet werden müßte.
Rom war in Richelieu's Zeitalter noch dasCentrum all solcher Staatsunterhandlungen, odermit andern Worten, der Tempel der Zntrigue, inwelchem die Diplomatie, von den Vortheilen derGroßen geleitet, das Schicksal der Volker zu Marktbrachte. Wer auf der Wagschale der geistlichenStaatsklügler und des sichtbaren Statthalters derGottheit gewichtig erfunden wurde, war überallvollgültig. Die gute Mine zu Rom nennt N. dasSymptom der guten Gesichtsfarbe, welche demArzt die Gesundheit der inner« Theile bezeuge. Denndort besitze man jene Scharfe desUeberblicks, wel-che jeden der Höfe nur nach der Stärke schätze, dieer durch die Ordnung und das Glück der Angele-gen«