Richelieu's Staatsmaximen.
ganzes Heer disclpllnieren. Den König selbst ander Spitze zu sehen, entscheide das äußerste.
Nur an dem Kriegsadel vermißte R. be-reits manches, was er als unersetzlich und gewißvon ganzem Herzen beklagt. Durch Ruhe desDienstes entwöhnt, seyen sie nach Staaksbedie-nungen gierig geworden, welche das Unglück desZeitalters vervielfältigt habe. Im Heere selbst zie-hen sie sich vom täglichen Dienste zurück und zer-stieben unter tausendfachem Vorwand, wenn sienicht sogleich in Gefechte geführt werden konnten.(S. 84 . 86.) Die Reuterey, vornehmlich auf dieMenge des Adels berechnet, zähle ihren Verfallnach den Graden seiner Nachlässigkeit. (S. ioo.>
Nach all diesem sey es unmöglich, größereKriege blos durch Franzosen zu führen. Zu Erhal-tung der Stätigkeit und Wachsamkeit bleiben diefremden Truppen unentbehrliches Bedürfniß(S. 87-)' Nur diese Mischung verbessere dieMängel beyder Theile. Denn „habe gleich derKayser das Glück, die wahre Pfianzschule des Kriegs-vvlks zu beherrschen, so sey doch das Ueberlaufendieser Leute von einer Parthie zur andern nebst ihrerVöllerey und Rohheit" (S- 7 8.) eine große Hem-mung wohl berechneter Unternehmungen.