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Zweyte Abtheilung, Siebzehnter Band (1799)
Entstehung
Seite
XI
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Richelieu's Staatsmaximen.

Sollten aber je die Triebfedern der Regierungs-kunst so vielen und so alten Hemmungen widerste-hen, so mußte wenigstens keine fremde Hand in dieMaschine eingreiffen. Alles dies wollte Richelieuso gewiß als Heinrich der !V. - Nur wozu? undwodurch die große Umschaffung? Dies waren fürBeyde die unendlichen Divergenzpunkte.

Heinrich arbeitete nicht für seine Person, son-dern für die Erhabenheit des Throns, den er auf sei-ne Nachkommenschaft bringen und für diese durchden Wohlstand der Untergebenen sichern und erhörhen wollte. Höher als alles im Staate muß die-ser stehen, damit der Geber und Vollstrecker der Ge-setz'' alles übrige in stufenweiser Unterordnung über-schaue und entscheide. Wer ihm gleich stünde, wür,de ihn zum Kampfe reizen und den, welchem allePartheyen mir gleichem Vertrauen als dem Par-theylosen sich nähern sollen, selbst Parthey zu wer-den zwingen.

Für den Premierminister Ludwigs des XIII.war selbst des Throns Erhabenheit nur Mittel zurpersönlichen Erhebung. Niemand sollte mit demThron, aber auch der Thron selbst nicht mit seinemersten Diener rivalisieren. Nicht damit Gesetz undOrdnung über alles gälte, sollte man sich vor demThrone beugen, den Er stützte. Nur deswegen

muß.