NN Richelieu's StaatsmaxLmen.
Jene Behauptung kann die unlaugbarstenThatsachen für sich aufstellcn. Wo Heinrich derIV. hatte aufhören müssen, da begann Richelieu.Nur Ein Unterschied ist Ursache, daß der Vollen-,der von Heinrichs edlen Planenj in der Geschichtedoch blos als der unedleStifter planvoller Gewalttha-ten unvergeßlich seyn kann. Heinrich starb üb^den Zurästungen zu einer wvhlthatigen Umbil-dung der ganzen Lage Frankreichs. In diesemdurch die unerschöpfliche Lebhaftigkeit seiner Be-wohner unaufhörlich bewegten Staate war bis da»hin nichts in der Regel, als daß nach kleinen Fri-sten herrschsüchtiger Einfluß des gedoppelten spani-schen Hauses mit dem Ehrgeiz, Eigennutz und derLaune der Großen, und mit dem rückwürkcn-den Freyheitsdrang des Mittelstands im Bunde,welcher durch Neligionsfragen zum Fragen über-haupt geweckt war, alle Kräfte des Staatsauflöste und gegen einander jagte. Es war Cha-rakter des Zeitalters geworden, daß sich das Gan-ze durch seineEheile zerrütten müsse, damit die übrig-gcbliebenen in den Zwischenzeiten gesetzlos in dieReste sich rhcilen könnten.
Selbst unter gefahrvollen Erfahrungen diesesDrucks und Gegendrucks ausgewachsen, hatteHeinrich Mitgefühl mit jeder Classe seiner Unter»thanen bis auf den erkämpften Thron mitgebracht.Um gründlich helfen zu können, bedurfte es gesam-melter