VII
Richelieu's Staatsmaximen.
Spitze gestellt und beleidigt- Morgen ruft Rebel-lion die Provinzen in die Waffen und nach Mo-natsfrist stehen die großen B 'yspiele der königlichenVerzeihung wieder um den Thron her. Nur derStaatssecretär und der Finanzmmister wissen, wieviele Statthalterschaften, Appanagcn, Renten undPlatze die neue Ruhe des Staats werth gewe-sen sey.
Weil niemand sprach, so redeten bisweilendie Parlementer, auch wo sie nicht zu reden hatten,weil dies allein etwa noch zu fehlen schien, daß dieMänner des Rechts ihre Rechte mißbrauchten.Kam es gar zu Versammlungen der Stände, sosprachen alle, damit die Krone jeden auf Kosten desandern zufrieden stellen sollte; und hatten sie mehrgesprochen, als die Krone selbst auf diele Weisevermochte, so gab es ja noch Raum, das neueDotieren (ijo^svcss) den alten Acten ruhig bei-zulegen.
Wider dieses endlose Spiel aller Staatsübelgegeneinander, so sagen Richelieu's Lobredner, hatdieser des Grossen Heinrichs Hülfsmittcl in volleWürkung gesetzt. Seine Ministerschaft, erwie-dcrn die Latvne der Sraatskunst, hat den Spie-'len der Willkühr ein Ende gemacht, um die höch-ste Willkühr des Thrones werkthätig in ein Sy«stem zu bringen.
a 4
Jene