was mir daselbst gesagt worden war. Ich setztehinzu/ was ich glaubte, daß zuthun wäre; dieß rhat ichaber nicht sowohl um den Herrn von Chareauneuf zubegünstigen, als weil ich überzeugt war daß bas könig.Ilche Interesse es ersor^re. Der Kardinal empfahl Mir,Seiner Majestät ebenfalls mein Gutachten über dienächst zu nehmenden Maaoregeln vor zutragen, nachdemich von meiner Verrichtung Rechenschaft abgelegthältc.
In der Ungedult mich zu sehen, und von mir zu«fahren, was ich in Paris ausgenchtet hätte, kam derKönig mir entgegen, und war sehr zufrieden mit mei-ner Erzählung von der Art, wie ich mich Seines Auftragserledigt hakte. Noch mehr schien Er's mit meinemVorschlag baldmöAichst die Würden eines Siegclbe-ivahrers und ersten Parlements - Präsidenten wieder zubesetzen.
Er schickte sogleich nach dem Kardinal, und erklärteihm Seinen gefaßten Entschluß, den Er mit allen Grün-den unterstützte, dis ich Ihm anführt hatte. Ich mach-te bcy dieser Gelegenheit den Höfling, d. h. ich gab al-lem was die Gebieter wollten , meinen vollen Geyfall;doch that ich es mit so viel schonender Rückflchr auf dieKönigin» Mutter, daß mir kein Wort entfiel, waSihr hätte schaden können, noch dem ihr schuldigen Re-spekt zuwider gewesen wäre.
Diese Fürstin» blieb noch nicht dabey stehen, daßsie die Frau von Combalet, Nichte des Kardinals 'Haus Ihrem Dienst entließ; sie befahl auch noch IhremSekretair Rance , einer Kreatur deSKardinalö , sich zuentfernen, jedoch mit der Versicherung, auf seine Be-lohnung bedacht zu seyn.
N. Denkwürdigk. XVI. B. S Meh-