Die Königin» war wieder in ihrem Kabrn-k, alssie mir befahl, ihr meinen'Auftrag noch einmal zu wie-Verholen; wahrscheinlich um mich, so wie den Königund den Kardinal zu bereden, sie habe gegen die Prin-zeffmncn, die sie auf dem Spach rgaug begleiteten,nichts davon geäussert. Da aber diese sist zu hmwgreif-tich war, so führte sie mich ru'ckit irre. Loch wieder-holte ich alles, was ich ihr erst gesagt hatte.
Ihre Antwort darauf war: , D-r König könne»i'chts chun, was nicht gutgefunde» werden müche;doch benehme er sich sehr übel gegen sie, nicht nur in-sofern sie seine Mutter sy, sondern auch indem eroia-tWort Halle. Die Neu ke deS Kardinals siyen ihr de-könnt, und es sey auch wahrscheir-Ilch, daß der Kö-nig in der Folge von ihm betrogen we:d°n sollte;sie danke ihm übrigens für alles was er ihr habe wolknsagen lassen; dies sey aber auch alles, was sie mir zusagen habe." — Doch fehle sie noch hinzu: es sey ei-ne neue Beleidigung für sie, und ein neuer Beweis, wiewenig sie bey dem König, ihrem Sohn, vermöge, dassman den Siegelbewahrer verweise, dessen Rechtschaf-fenheit und Geschicklichkeit ihn gegen eine solche Miß-handlung hätten sicher sieben sollen.
„Jetzt — fuhr sie fort — habe ich Ihnen gesagt,„was Sie dem König in meinem Nahmen zu hrnt-rbrin-„gen haben; als meinem getreuer! Diener aber, und als„dem Sohrt des treuelfrigsien von allen Dienern mei-„nes hochstieligen Herrn und Gemahls muß ich Ihnen„noch offenherzig sagen , daß ich noch mehr werde zu„dulden bekommen, als ich zu LuineS Zeit zu leiden„hatte."
Ich nahm mir die Freiheit, ihr hierin nicht bey-zupfljchken, und stellte ihr dagegen vor, wie starke Vcr-bindlichkeiten per Kardinal ihr hätte.
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