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unangenehm wäre, und bann möchte der Verdacht michtreffe», als ob ich mich absichtlich mit diesem Auftragbefaßt hätte. Nachdem aber der König mich versicherthatte, daß Er von meiner Treue — und der Kardinal,daß er von meiner Zuneigung überzeugt sey, erbrach iches, und las cS in des letzter« Gegenwart vor. Es warjn äußerst demüthigen Ausdrücken abgrfaßt. Herr vonMunllac bat darin den König um die Erlaubniß, sichzutückzuziehen, wett, sagte er, sein hohes Alter ihnausser Stand setze, seinem Amt mit der ganzen erfor-lichcn Applikation vorzustehen.
Als man dem Herrn von Chateauneuf davon sprach,ihn zum Siegelbewahrer zu machen, lehnte er eS sehrvon sich ab, entweder weil e6 schwer war, sich lange bei)dem König und dem Kardinal zu halten, oder vielleichtweil er sich für eine solche Bürde noch zu jung glaub-te. — Ick erhielt indessen Befehl, nach Paris zu ge-hen , um der Königinn Mutter von Seiten ihres Soh-nes Nachricht zu bringen, was Er in Seinem Conseilmit dem Herrn von Marillac für eine Aenderung ver-fügt habe, daß Er aber weder diese Steile, noch die ei-nes ersten Präsidenten wieder besetzen werbe, ohne Ihrzuvor sagen zu lassen, auf welche Subjekte Seine Ma-jestät die Augen würfen.
Diese Worte wurden in einem verschiedenen Sinngenommen; denn manche glaubten , sie hießen so viel,als der König werbe zuvor Rücksprache mit Seiner Mut-ter nehmen, und mit ihr darüber rathschlagen; andrehingegen meynken, sie besagten weiter nichts, als daßder König ihr sagen werde, was Er thun wolle.
Bei) meiner Ankunft in Luxemburg fand ich denHof ungemein zahlreich. Die Königinn war mit einerMenge Damen und einer großen Anzahl Herrn umge-
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