Die Prinzeffmn Conti, die Herzogin« Elboeuf,und selbst, wie man sagt, der Siegelbewahrer riethenker Königin«, mit dem König darüber zur Erläute-rung zu kommen. Um ihm so wie dem Kardinal zuzeigen, daß an keine Aussöhnung mehr zu denken sey,entfernte sie die Nichte des Premierministers, die Frauvon Combalet ^ - aus ihrem Dienst.
Der Kardinal überraschte ihre Majestäten, alssie sich über die Maasregeln gegen ihn besprachen ^).Seine Thränen und Demüchrgungen erweichten dis Kö-niginn nicht, und da auch der König sich nicht auf derStelle für ihn erklärte, so entfernte er sich wieder, undtraf alle Anstalten zur Abreise nach Havre
Sein alter Freund', der Kardinal la Valette ")ividersetzte sich dieser übereilten Entfernung, und sagteihm, er müsse den Muth noch nicht aufgeben, sondernnach Versailles zum König gehe», und bey dieser Ge-legenheit den ganzen Einfluß aufbieten, den ihm Gcr-stesübergewicht und geleistete Dienste beym König ver-bürgten.
Richelieu befand sich sehr wohl bey diesem edclnRath seines Freundes. Die Sachen gewannen plötz-lich eine andre Gestalt. Nachdem er dem König disAugen geöffnet hatte, würktc er einen Befehl aus, derden Siegelbewahrer nach Glakigni, nicht weit von Ver-sailles, verwies, wohin der Präsident Chevry und ichbeordert wurden.
Der Kardinal bot seinen ganzen bekanntlich nichtgeringen Scharfsinn auf, um den Siegelbewahrer unddessen Bruder zu 'Anstiftern alles Unheils zu machen.Er vermochte den König dem erstem die Siegel zu neh-wen, den andern arretireu zu lassen, da er damals nebst