259
Da indessen geleistete Dienste und Fähigkeitendcn Kardinal noch nicht gegen den Neid zu sichern ver-mochten , so war er darauf bedacht, den König in ei-nen neuen Krieg zu verwickeln, besten Erfolg er aufsich nahm. «Er lobte die Königin« Mutter «ehr, daßsie sich der Vermahlung Monsieurs mit der Prii zessinn
Marie «übersetzte und sie sogar hatte einsperren lasten I;allein im Gespräch mit dem K ör.ig ließ er Ihn bemerken:so lange der Kardinal Beculle und dis Marillaco Nach,geber der Königin« Mutter wären, würde sie zu allemfähig seyn; dies sei) eine Kabale- die durchaus hmurrne-den werden müsse, besonders und zuerst aber durch eineTrennung zwischen Schwiegermutter und Schwieger-
tochter.
Der König ließ sich leicht bereden , und der Zu-fall unterstützte bi? Absichten des Münsters. DerKardinal von Beruh'? starb urtterbeste«. Kaum hatteer die Augen geschlossen, als eine Menge Leute sich er-laubten , gegen ih» zu reden, wobei) die einen chm Un-dankbarkeit, die andern Heuchelei) zur Last legten, oh-ne es beweisen zu können.
Der Kardinal Richelieu, stets der Gunst seinesHerrn versichert, zog gegen Lion, und bat den König,ihm nahe zu folgen, wenn Er nicht Casal, die? großeWerk Seines Ruhms, unter der Macht der Spaniererliegen sehen wolle. Der König sagte Seine R?isean. welche die Königinnen mir machen sollten ; der Hofsollte über Troyeö gehen, und dort Ostern halten.
Auf ein Gerücht, daß Monsieur einige Mann-schaft zusammengeraffr habe, um die Pnnzesti-.n Ma-rie, die bcy der Königin« Mutier sich befand, zu ent-führen, wurde diese unruhig und schickte eilends an den
N s Kö-