«inen Stuhl bringen, und hinter Ihre Majestätensetzen ließ, worinn er gegen den Respcct verstieß. Esentfuhren ihm aber auch noch überdies beleidigende Re- !Len gegen VaS Parlemenk, daS darüber sehr «ufge-bracht wurde.
Nachdemes sich entfernt hatte, nahmen die, welchebey dieser Audienz zugegen gewesen waren, sich dieFrcyheit, nach ihren Launen darüber zu sprechen. DieEinsichtsvollsten waren betreten darüber, und schlossen, 'daß «S wohl zum Krieg kommen dürfte. Wer weni-ger Erfahrung hatte, lachte bloß. Es zeigte sich aberbald, daß man mit Grund die Folgen davon befürchtket hatte; denn die Prinzen hielten Rath unter sich,und die Reformirten verlangten die Erlaubniß, sich zuversammeln. Vergebens schickte nian an die erstem,und versuchte die andern in ihren Schranken zu er-Halten.
Die Furcht vor der Zukunft, die natürlich dieBefolgung nützlicher und kluger Rathschläge bewürkensollte, hielt den Hof nicht ab, nach den Pyrenäen zu j
reisen, um eine doppelte Vermählung zu vollziehen, j
die des Königs mit der spanischen Infantin, und die ^seiner Schwester, der Madame Elisabeth mit dem Prin- !zen von Spanien, mit dem sie, wegen seiner JugendDurch einen Bevollmächtigten vermählt worden war.
Um diese Zeit war es, daß die Königin kn Rück-sicht auf die Dienste , die mein Vater dem Hochseeli-gen König, Ihrem Gemahl, geleistet hatte, mir dieAnwartschaft auf die Stelle eines Staats - SecretairSVerschaffte, nebst der Erlaubniß, in seiner Anwesen-heit