Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechszehnter Band. (1798)
Entstehung
Seite
115
Einzelbild herunterladen
 

"5

heit und Abwesenheit zu unterzeichnen, unerachtet ichnoch nicht volle zwanzig Jahre hatte.

Ihre Majestäten giengen nach der Loire, nachdemSie die nöthigen Vefeli? ausgestellt hatte, um eine an-sehnliche Armee unter dem Marschall von VoiSdau-phin zu errichten. Der Präsident Ieannin lhar seinMöglichstes, um dies Commando dem Herzog von Gui-se zu verschaffen, der den Marschall von Bnffac mirersich haben sollte; der Grund, den er dafür anführ-te, war, daß man einen so braven Mann alSder Herzog von Guise ruid einen so erfahrnen Feldherr«als der Marschal! Bnffac dem Marschall von Bouil-lon entgegen sehen muffe, dessen Ruhm so fest gegrün-det sey; man würde dabei) noch den Vortheil be-zwecken, daß der Herzog von Vendome bey Ihren Ma-jestäten bleiben würbe, und alsdann niemand ihm sei,nen Rang streitig machen könne, Ueberbringer derVollmacht des Prinzen von Spanien zur procuratori-schen Vermählung rmt Madame zu seyn. Allein derHerzog von Guise machte auf dieselbe Ehre Anspruch,und verlangte die Reise zu thun. Dies wurde ihm zu-gestanden, worauf der Herzog von Vendome sich insein Gouvernement Bretagne zurückzvg.

Hier hatte er stets die Freunde seines Vorfahrersund Schwiegervaters, des Herzogs von Mercoeur auchauf seiner Seite erhallen; nur war dies ihm wedermit dem Marschall von Briffac, Lieutenantgeneral indieser Provinz, noch mit dem Herzog von Monrbazongelungen, den Heinrich der Große als Lieutenant deRoi iin Schloß von Nantes zu eben der Zeit ange-stellt hatte.

H 2

Man