schmerzlich siel. — Ich fand aufmeiner Reift mehre-re Fürsten so sehr für den König eingenommen, daßsie jede Gelegenheit ergriffen. Beweise davon an ihrenHöfen zu geben. Weil sie nun wußten, daß mein Va-ter am französischen Hof in Anfthn stand, so empfiengich jede Art von Höflichkeit von ihnen, so daß sogar ver-schiedene von ihnen mich zu sich invitirten, andre mir dieEhre erzeigten, mich persönlich zu besuchen, unerachletich noch weiter nichts als ein bloßer Schüler war, keinGefolge hatte, und keinen Aufwand machte.
Aus Teukschland gleng ich nach Polen und von dawieder ins Reich zurück, über Wien nach Ungarn undvon dort nach Italien. In Venedig traf ich an ebendem Tags em , als der französische Gesandte Champig-ni fi-men Einzug hi- le, und fand in jedem Mund dasLob Heinricks des Großen, dem die Republik ihre Ru-he zu danken hakte, weil durch seine Mach: und Weis-heit ihr Streit mir dem Papst ausgeglichen wordenwar.
Ich genoß der Freude nicht, meine Mutter beymeiner Zurückkunft wieder zu finden, da Gott im Jahrl6og sie zu sich abgeruftn hatte, ich aber erst am letz-ten November des folgenden Jahrs zurück kam, alsgerade der König nach der Picardie verreist war.
Ich erschien bey Hof in meinem fünfzehnten Jahr.Der gewöhnlichste Gegenstand der Umcrhaltung warendie großen Kriegsrüstnngen des Königs, wozu starkeTruppenwerbungen besohlen waren, und ein ansehnli-ches CorpS Schweizer in Sold genommen werden soll-te. Diese Armee wollte der König in Person kom-mandier^ Er ließ aber zu gleicher Zeit noch zwei) an-dre errichten, deren eine bestimmt war, unter dem Kom-mando des Herrn von Lesbiguieres, in Italien einzu-
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