Ich beginne diese Schrift mit innigstem Dank ge-gen dis Gnade Gottes, die mich , obschon mein Vatersich zur resormrrten Religion bekannte, dennoch in derMömisch-Katholisch-Apostolischen Religion geboren,getauft und erzogen werden ließ, in der ich muer Gvt.teS gnädigem Beyffand zu leben und zu sterben gedenke.Ich genoß auch noch den Trost, zu sehen, daß meinVater sich zu ihr bekehrte, und den Rest seiner Tagehindurch dabey beharrte, überzeugt, daß sie allein unsden W q des Heils zeigt, der un6 erworben ist durchdas Blut uns>:6 Herrn und Heilandes Jesu Christi,für uns am Kreuz vergossen, und Vargebracht seinemWater zum Söhnopfer für alle Menschen; machen die-se nicht den Gebrauch davon, den sie sollen, so habensie eS einzig ihrer Schwachgläubigkeit und ihrem Man-gel an Liebe Gottes und des Nächsten zuzuschreiben.
Zur Ehre dessen, auf den ich alle meine Handlun-gen beziehe, muß ich rühmen, daß ich von einer ka-tholifchen Mutter geboren bin, deren Leben rm Geruchder Heiligkeit steht, und die das Glück hatte, bey eignerRechtglaubigkeit einen ihr theuern Gemahlin den SchooSder Kirche zurückkehren zu sehen, den er durch Schuldjener unglücklichen Zeiten verlassen hatte. Die Ge-wißheit , daß seine Bekehrung ihren Kindern förderlichund nützlich seyn werde, erhöhte noch ihre Freude,und ließ sie den Tod der Gerechten sterben. Beydiesem furchtbaren Uebergang gereichten ihr zur Stär-kung Trost und Labsal die Sakramente der Kirche, undihre gänzliche Dahingebung in die unendliche Barmher-zigkeit des Weltheilandes, dessen anbetungswürdigenLeib und Blut sie empfieng.
Ich kam auf die Schule im Jahr r6ol wo abermein Vater mich 1604 wieder wegnahm, um micheine Reise nach Teutschland machen zu lassen, was meinerMutter gar nicht recht war, der meine Entfernung sehr
schmerz-