Erster Th eil.
Meine Kinder!
xllott hak, glaube ich, darum mein Leben bis hierhergefristet und mir Muße verliehen, damit ich Euch nochschriftlich Hinteklassen könnte, was ich erlebte, thatund litt. Ich habe nicht den Eigendünkel, zu glau-ben, daß mein Leben eines von denen sey, die man zumMuster aufstellen könnte; es ist aber doch mit so vielbesondern Ereignissen durchwebt, daß eS wohl zu EurerBelehrung beytragen, und vielleicht Euch veranlassenkann, auch Andern denselben Dienst zu leisten. Möch-tet Ihr nachahmen, was Ihr darin Gutes findet, undhinzufügen, was Ihr dienlich erachtet.
Als obersten Grundsatz schicke ich Euch voraus,daß eS nie erlaubt seyn kann, etwas Schlechtes zu be-gehen, welchen Vortheil man auch dadurch erhaltenkönnte, und daß der Dienst Gottes allen Ehren, Wür-den und Ruhm der Welt vorgezogen werden muß.
G 4 I