Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechszehnter Band. (1798)
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

yr »l"

Der Herr von Villervy gab aber darauf zur Antwort:wenn der englische Gesandte sich im Rath des Prinzenoder bey der Versammlung zu la Rochelle ober andernVersammlungen der Reformirten befunden habe, vorDem Friedensschluß, so Härten sie nichts dagegen eri«.nert, weil es da nicht ihres Amts gewesen wäre; al.lein jetzt, da man sich versammelt habe, um die Arti-kel zu unterzeichnen , und da sie im Namen dcS Königsda scyen, jetzt würden sie nicht zugeben, daß irgendein Fremder sich dabey befände, um seine Stimme mitdazu zu geben, und wenn ein solcher erschiene, würdensie sich entfernen.

Man erwiederte, er solle blos anwesend seyn,ohne ein Wort zu sagen; der Herr von Villervy verrsetzte aber, er wolle nicht haben, daß der Gesandte,noch auch der Prinz, oder irgend jemand sagen oderschreiben könnten, diese Handlung scy in dessen Bei-fcyn vorgegangen.

Man war noch Ln diesem Streit begriffen, als derGesandte ins Zimmer kam. Die königlichen Abgeord.neken traten hierauf in eine Ecke zusammen, und woll-ten weder reden noch auch näher treten. Der Gesandtemerkte bald, was vorgegangeu war, und man sagte ihmauch etwas davon, worauf er sich ganz zornig entfern-te, und versicherte, er wolle Frankreich verlassen, undseinem Monarchen den ihm widerfahrnen Schimpf hin-terbringen.

Man versuchte die königliche Abgeordneten dahinzu vermögen, sich es gefallen zu lassen, daß er sich imZimmer an einer Stelle aufhielte, wo er nicht ins Au-ge siele; allein auch dies gab man nicht zu, und sag-te: hätte er sich würklich an einem Orr befunden, wo

er