« .. 85
tem wieder besser; weil es aber ein kritischer Tag war,so ließ man ihn in Ruhe bis morgen.
30.
Die königlicben Abgeordneten versammelten sichfrüh bey dem Herrn von Villeroy, um sich Miteinan-der zu berakhschlagen, was sie thun.sollten; unter-dessen wurde verschiedentlich an sie geschickt. Endlichgegen elf Uhr kam die Gräfin« von Soissons selbst, be-gleitet von den Herrn von Vendome, Mayenne, Re-vers, Rohan, Sully, Courkenay, zween oder dreyder reformirten Deputirten, und selbst dem englischen Ge-sandten. Sie baten sammtlich dringend und anhal-tend , irgend einen Ausweg in der Sache zu treffen/damit dadurch das gute Werk nicht aufgehalten wür-de. Als man ihr die Schwierigkeiten vorstellte, thatsieden Vorschlag, man möchte ihnen wenigstens nurnoch sechs Wochen nach dem Frieden bepsammen zubleiben erlauben; man ließ sie einen Monat hoffen;sie bestand auf noch vierzehn Tagen; man sagte ihnen,sie möchten ihr Verlangen zu Papier bringen, La mandenn ihnen ebenfalls schriftliche Antwort ertheilen wer-de, und so gierigen sie denn wieder weg, mit der Hoff-nung vier bis sechs Wochen zu erhalten. ^
Nachmittags versammelte man sich wieder bey derGräfin,,, nämlich die königlichen Abgeordneten unddie prinzlichen Commissarien. Man fuhr fort in Durch-sicht und Festsehung der Artikel des Edicts, bis in dieNacht. Die Vollendung verschob man auf den fol-genden Tag, unerachtet es ein Sonntag war.