Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechszehnter Band. (1798)
Entstehung
Seite
XI
Einzelbild herunterladen
 

^ xr

lieu nichk minder, als er selbst, vorgearbeilet. Magder ruhmbegierige Aurobiograph durch das Unvor-bereitete das Erstaunen zu Haschen suchen. Der psy-chologische Geschichtforscher bedauert, je wichtiger,der Bewunderte war, gerade desto empfindlicher,wenn eine selbstsüchtige Verhüllung des noch unvol,^endeten Mannes sein allmalichcs Werden zum Räch-st!'macht, und nicht blos der unabsehbaren Verket-tung äusserer Umstande, sondern selbst auch der ei-genen Strebsamkeit und Kraft, die ihn empor hob,ihren unläugbaren Antheit an der nachmaligen Gro-ße raubt oder verkümmert.

Frühe die Aufmerksamkeit des Hofs zu erwar-ten , war Richelieu durch die Abstammung berech-tigt. Er stand und wie viel ist schon dadurch ge-wonnen, sogleich auf einer Höhe zu stehen, aufwel-cher man gesehen werden muß, und welche zu erklim-men tausend andere erst ihr Leben verschwenden! erstand auf den AdelsDenkmalen einer Familie, welchevon Philipp Augusts heiligem Zuge her mit Rittergü-tern inCypern wenigstens noch im altersivlzen Titelprangte, und vom Blute eines der wutschen Kayser,za - wie sich ächtfranzösische Schriftsteller ausdrü-ckcn sogar des französischen Königsstamms et-was unter sich fortzupflanzen versicherte. Mehr alsdieses genealogische Schaugerüste *) galt für ihn der

Glanz

*) Bedeutenden Werth bekam die Deductlon des in die

Ader«