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S. i6. Ravaillac blieb darauf, daß er feinen Königs-mord auS eigenem Antrieb begangen habe.
Dennoch erzählt die Al!g. Welthisiorie Th. zg. S. 107.ic>8. „Weil Navaillac sich bei seinem Proceßstets ans den verfluchten Grundsatz des Ma-rian» und gewisser Ordensleute berief: mandürfe die Tyrannen tödtenz so verordnele das Parlcment,daß die Theologische Fakultät über gedachten Grundsttz einDekret ausscrtigen sollte, worin ihr Urtheil deutlich auSgerdrückt wäre. Diele befolgte den Auftrag und verdammte ihnin lehr starken Ausdrücken, daß daher jeder, der sie glaube undbehaupte, als ein Ketzer angesehen und behandelt werdensollte; gemäß dem von eben der Fakultät im Jahr :41z ab-gefaßten und von der Kirchenversammlung zu Aostnih bcsta-tigten Dekret. Hierauf beschloß bas Parlemcnt feierlich, daßdas Buch des Jesuiten Johann M ariana, lle re§s ecreßßs nillirrxnons (das zuerst zu Toledo im Jahr i;y8 mitköniglichen Privilegium und mit Erlaubnis der Obern, her-nach an andern Orten gedruckt war) rvonn jcne Königsmörder-lehre bei Gelegenheit der Ermordung Heinrichs des Drit-ten geprediget worden,, öffentlich zu Paris durch Henkers-Hand verbrannt werden sollte. Dies geschah am achten Imnius."
Die im vorigen Bande unserer Memoiren gedruckten Ver-höre Navaillac's enthalten von irgend einer Anspielung aufJesuitische Lehrsätze oder gar auf Mariana's Schrift nicht ei-ne Syibe. — Sollten sie »nacht? oder so sehr verfälschtseyn? ?
S. Z4. Bellarmin, von der Gewalt des Pabstes —
Die Aufmerksamkeit auf Bellarmin mußte in Frankreichum so größer seyn, da derselbe nach der Ermordung Heinrichsdes III. (i;ys) mit dem päbstlichen Legaten, Cajetan, dort-hin geschickt worden war und an allen Verhandlungen wideeHeinrich IV. sehr thätigen Antheil genommen hatte. Scho»vor der Schrift, von welcher im Texte die Rede ist, warmvon ihm Ss Inmmo ?onki6cs, capitu rvtius ecclsliss N r--lirsntlL Pibri VI. herausgegeben. Dieses Werk bezog sich