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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
385
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Er aber sah , daß die stärksten Unruhen und meistenBewegungen von AngoumoiS undGuyenne her auvzu-brechen drohten, wo der Herzog von Epernon so vielgalt, so beschloß Er, drei Hauptarmeen zu errichten:eine in Champagne unter dem Herzog von Revers; dieandre in Guycnne, unter dem Herzog von Maine; diedritte endlich, die Er in eigner Person mit den» Herzogvon Gmse anführen wollte, in Poitou und Xaintonge.

Unterdessen schickte Er den Herrn von Bekhunean die Königin!, Mutter ab, um sie zu ersuchen, stchwieder mit Ihm zu vereinigen, und volles Zutraun zuIhm zu fassen, und um ihr alle Sicherheit, Vortheileund Befriedigungen zuzusichern. Der Herr von Berhunsreiste mit diesem Auftrag am 15 oder i z von Hof ab.

Der Marschal! von Vitry, der sich einige Zeit zu-vor, wegen einer Mißhelligkeit mit dem Herrn vonLuineS, von Hof entfernt hatte, eilte jetzt auf dieNachricht von diesen Unruhen und Rüstungen wiederdahin, um dem König seine Dienste anzubwken.

Der König ließ nach allen Seiten hin Vollmach-ten und Geld zu Werbungen für Seine Armeen versen-ken; dabei ist nicht zu übersehen, daß Er, neben die-serTrrichtung von drei Armeen auch noch Truppen überallstehen lassen mußte, um die Ruhe m den übrigen Pro-vinzen zu erha!:en, weil es überall nicht an Uebelgcstnn-ten fehlte, die bloö auf eme Gelegenheit lauerten, umlvSzulchlagen.

Zu Bouloqne in der Picardie fanden die Einwoh-ner, die unter dem Gouvernement des Herzogs vonEpernon standen, Mittel, seine eingelegte Besatzungwegzujagen, und schickten kann an den König uu- ließen

um einen andern Gouverneur bitten , was der Königsehr gerne sah.

N. Denkwürdige. XV. B.

April.