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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
168
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auf allen Seiten im Werk waren und betrieben wurden.Indessen entschloß der König sich dennoch, diesen sosehnlich geäußerten Wunsch zu gewähren, und ließ einArret und Deklaration darüber ausfertigen. Hierausaber entsponn sich viel Unheil, wie wir bald sehen wer-den. Denn nun beschwerten alle Hohe Collegien (eoursjouvennine«) sich laut darüber, daß durch den gegendiese Stellen gefaßten Schluß ihren Vorrheilen und Ge-rechtsamen zu nahe getreten würbe. Soviel vermagauch über die Weisesten das Privatintereffe! Ih.rem Beispiel folgten dann bald die Unterbeamkcn, beider Justiz, den Finanzen, und alle andre.

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Der Prinz und seine Anhänger ergreifen diese Gele»genheik bei den Haaren, bestärken diese Leute in ihren Kla-gen, lassen sich verlauten, dieß seien die Früchte von derUnordnung und der schlechten Verwaltung der Staats-geschäfte ; beschuldigen dje Personen, die von der Ab-schaffung dieses Rechts Nutzen haben mußten, der Ab-sicht, daß als alle künftig erledigt Aemter ihnen heimfal-len sollten, um solche zum Nachthell anderer Erbender Beamten zu benutzen; unter andern nennen siehiebei namentlich den Marschall d'Anere, den Kanzler,den Kommandeur von Sillery; den Herrn von Bouillon;den Herrn Dolle, als die Hauptursacher jener Unord-nungen; man wußte jedoch, daß der Prinz übel auf die-se Herrn zu sprechen war, weil sie, oder ewige von ih-nen , sich bei einer nächtlichen Bersthschlagung befun-den hakten, worinn daraufangetragen worden war, sichseiner Person zu versichern und ihn fest zu nehmen. Wirwerden weiter unten sehen, wie aus dieser Quelle nochviel Unheil geschöpft wurde.

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Man riech Ihren Majestäten dem beständigen An-liegen des Prinzen um eine Abolition für Rochesort, we-

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